Aktionstag, Selbsthilfe oder wie gehe ich mit mir um
Selbsthilfe tut Not!! Tja hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner! So ist das!
Und so bin ich in eine Selbsthilfegruppe gegangen und fand es unerträglich. Wettkampf der Symptome und der Ungeheuerlichkeiten der Geschichten. Ich habe noch viel schlimmeres erlebt, nein ich, nein........nein, nein so geht das nicht so ging das nicht. Also weiter Einzelkämpfer. Kann ich sowieso am besten. War ich ja schon immer. Warum hatte ich diese Sehnsucht nach Gleichen? Warum diese Vorstellung, da sprechen wir die gleiche Sprache? Da werde ich verstanden?
Und es begegnete mir das gleiche, wie draußen. Jemand der mich versteht, obwohl er eine so ganz andere Geschichte hat. Und jemand der mich so gar nicht versteht, obwohl er doch scheinbar so ähnliches erlebt hat. Also alles wie immer.
Vielleicht stört mich deshalb auch so sprachliche Abgrenzung. Betroffene, Überlebende, Verbündete? Wir Opfer? Wer soll das sein? Jeder Mensch ist eine Ausnahme. Einzigartig, unvergleichlich. Jede Geschichte ist die eigene.
Gemeinsam haben wir nein gesagt. Gemeinsam waren wir in Hamburg. Für mich waren selbst die dabei, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in Hamburg waren. Denn es gab Planungen und Gespräche, ein Für und Wider. Gründe von einzelnen ganz bewusst nicht zu kommen. Dieses alles ist unsere Gemeinschaft.
Nur heißt das doch nicht, dass wir uns in allem einig sein sollten. Das wäre doch schrecklich. Alle im Einheitsbrei unsrer Geschichte? In einem solchem Sumpf wären allerdings alle wieder fehl am Platz. Weil dann fehlte nur noch die Uniform und der Stempel „ richtiges Missbrauchsopfer“
Wofür habe ich den gekämpft? Warum gehe ich auch heute noch Gruppen, Parteien und ähnlichen Fahnenträgern aus dem Weg? Doch ganz bestimmt nicht damit ich mich auf einem Aktionstag wiederfinde, der Unterschiede zwischen Betroffenen, Nichtbetroffenen macht? Der einen Moderator der vielleicht noch unsicher mit dem Thema umgeht und in bester Absicht auch mal vielleicht ein falsches Wort wählt, für „fehl am Platz“ erklärt? Wo jede Möglichkeit, das etwas auch etwas auslösen kann, im Vorfeld ausschlossen werden sollt? Nun ganz bestimmt nicht.
Ich wehre mich gegen eine Subkultur der Überlebenden. Ich wehre mich gegen eine Sprache die andere ausschließt. Da wird von triggern, multis und ähnlichem geredet. Der Mensch der sich dem Thema öffnen will, wird abgeschreckt. Weil er die Sprache nicht versteht. Ich finde da geht deutlich was nach hinten los.
Wohl gemerkt, Göttin sei dank, war der Aktionstag ganz anders. Da waren Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Und da waren Menschen denen es neu ist das Kinder solche Erfahrungen machen müssen. Ja das verstehe ich unter gemeinsam. Ich werde immer dafür kämpfen, dass wir alle gemeinsam dafür kämpfen, dass Kinder solche schrecklichen Erfahrungen nicht mehr machen müssen.
Selbsthilfe bedeutet für mich, das ich oder wir uns jetzt eben selbst darum kümmern, dass dieses Thema mehr Öffentlichkeit erhält. Weil sonst macht es ja keiner! Und wer mir dabei hilft oder uns dabei hilft, der ist mir willkommen. Egal welche Vorgeschichte, egal welche Hautfarbe, welche Religion oder Herkunft. Klar bleibe ich kritisch. Doch was ich meine ist, da ist der zweite Aktionstag gewesen! Wir alle haben bewiesen, wir waren in Göttingen und wir waren in Hamburg. Und wir kommen wieder. Wir kommen öfters jetzt und ja unsere Empfindungen unsere Geschmäcker und unsere Möglichkeiten sind sehr verschieden. Doch bitte ziehen wir an einem Strick. Ziehen wir das was versteckt unseren Kindern angetan wird, ziehen wir es bitte ans Licht. Denn Licht, Öffentlichkeit ist das aller beste Mittel gegen Missbrauch!!
Und Sandkastenspielchen, wie der oder die darf nicht mit ziehen weil... tja, weil?
Na die nützen doch nur denen, die es verhindern wollen, das die Öffentlichkeit aufgeklärt wird. Und verdammt noch mal bitte hört auf zu erzählen was euch triggert. Ehrlich ich kann das nicht mehr hören. Ich erlebe das wie Sand ins Getriebe werfen.
Ich finde das sind schon wichtige Punkte, die ich auch ernst nehme. Doch das ein Aktionstag „triggert“ also um es mal zu übersetzen, etwas auslöst, das ist ja wohl Sinn der Sache!!! Wäre ja schrecklich, wenn nicht. Ja was meint ihr denn, warum so viele dann doch noch nicht kommen konnten? Ja was meint ihr denn, warum ich beim open-mic an die erinnere?
Wichtig finde ich nur, dass wir uns klar machen, dass niemand fehl am Platz war, das können wir uns einfach nicht leisten.
Denn öffentlich sich gegen Kindesmissbrauch auszusprechen, ist ja keine Sache einer Ideologie oder Meinung. Es ist eine verdammte Drecksarbeit, vor der sich leider noch viel zu viele ekeln. Bei der leider noch viel zu viele meinen sie würden sich irgendwie schmutzig machen. Wir können jede und jeden gebrauchen der mutig ist.
Das jeder von uns Fehler macht gehört dazu, macht seine Arbeit nicht schlecht.
„Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut,
weil er glaubt, nur wenig tun zu können.“ Dann möchte ich das mal hier erweitern, in: „Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut,
weil er glaubt, er würde Fehler machen.“
Und so bin ich in eine Selbsthilfegruppe gegangen und fand es unerträglich. Wettkampf der Symptome und der Ungeheuerlichkeiten der Geschichten. Ich habe noch viel schlimmeres erlebt, nein ich, nein........nein, nein so geht das nicht so ging das nicht. Also weiter Einzelkämpfer. Kann ich sowieso am besten. War ich ja schon immer. Warum hatte ich diese Sehnsucht nach Gleichen? Warum diese Vorstellung, da sprechen wir die gleiche Sprache? Da werde ich verstanden?
Und es begegnete mir das gleiche, wie draußen. Jemand der mich versteht, obwohl er eine so ganz andere Geschichte hat. Und jemand der mich so gar nicht versteht, obwohl er doch scheinbar so ähnliches erlebt hat. Also alles wie immer.
Vielleicht stört mich deshalb auch so sprachliche Abgrenzung. Betroffene, Überlebende, Verbündete? Wir Opfer? Wer soll das sein? Jeder Mensch ist eine Ausnahme. Einzigartig, unvergleichlich. Jede Geschichte ist die eigene.
Gemeinsam haben wir nein gesagt. Gemeinsam waren wir in Hamburg. Für mich waren selbst die dabei, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in Hamburg waren. Denn es gab Planungen und Gespräche, ein Für und Wider. Gründe von einzelnen ganz bewusst nicht zu kommen. Dieses alles ist unsere Gemeinschaft.
Nur heißt das doch nicht, dass wir uns in allem einig sein sollten. Das wäre doch schrecklich. Alle im Einheitsbrei unsrer Geschichte? In einem solchem Sumpf wären allerdings alle wieder fehl am Platz. Weil dann fehlte nur noch die Uniform und der Stempel „ richtiges Missbrauchsopfer“
Wofür habe ich den gekämpft? Warum gehe ich auch heute noch Gruppen, Parteien und ähnlichen Fahnenträgern aus dem Weg? Doch ganz bestimmt nicht damit ich mich auf einem Aktionstag wiederfinde, der Unterschiede zwischen Betroffenen, Nichtbetroffenen macht? Der einen Moderator der vielleicht noch unsicher mit dem Thema umgeht und in bester Absicht auch mal vielleicht ein falsches Wort wählt, für „fehl am Platz“ erklärt? Wo jede Möglichkeit, das etwas auch etwas auslösen kann, im Vorfeld ausschlossen werden sollt? Nun ganz bestimmt nicht.
Ich wehre mich gegen eine Subkultur der Überlebenden. Ich wehre mich gegen eine Sprache die andere ausschließt. Da wird von triggern, multis und ähnlichem geredet. Der Mensch der sich dem Thema öffnen will, wird abgeschreckt. Weil er die Sprache nicht versteht. Ich finde da geht deutlich was nach hinten los.
Wohl gemerkt, Göttin sei dank, war der Aktionstag ganz anders. Da waren Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Und da waren Menschen denen es neu ist das Kinder solche Erfahrungen machen müssen. Ja das verstehe ich unter gemeinsam. Ich werde immer dafür kämpfen, dass wir alle gemeinsam dafür kämpfen, dass Kinder solche schrecklichen Erfahrungen nicht mehr machen müssen.
Selbsthilfe bedeutet für mich, das ich oder wir uns jetzt eben selbst darum kümmern, dass dieses Thema mehr Öffentlichkeit erhält. Weil sonst macht es ja keiner! Und wer mir dabei hilft oder uns dabei hilft, der ist mir willkommen. Egal welche Vorgeschichte, egal welche Hautfarbe, welche Religion oder Herkunft. Klar bleibe ich kritisch. Doch was ich meine ist, da ist der zweite Aktionstag gewesen! Wir alle haben bewiesen, wir waren in Göttingen und wir waren in Hamburg. Und wir kommen wieder. Wir kommen öfters jetzt und ja unsere Empfindungen unsere Geschmäcker und unsere Möglichkeiten sind sehr verschieden. Doch bitte ziehen wir an einem Strick. Ziehen wir das was versteckt unseren Kindern angetan wird, ziehen wir es bitte ans Licht. Denn Licht, Öffentlichkeit ist das aller beste Mittel gegen Missbrauch!!
Und Sandkastenspielchen, wie der oder die darf nicht mit ziehen weil... tja, weil?
Na die nützen doch nur denen, die es verhindern wollen, das die Öffentlichkeit aufgeklärt wird. Und verdammt noch mal bitte hört auf zu erzählen was euch triggert. Ehrlich ich kann das nicht mehr hören. Ich erlebe das wie Sand ins Getriebe werfen.
Ich finde das sind schon wichtige Punkte, die ich auch ernst nehme. Doch das ein Aktionstag „triggert“ also um es mal zu übersetzen, etwas auslöst, das ist ja wohl Sinn der Sache!!! Wäre ja schrecklich, wenn nicht. Ja was meint ihr denn, warum so viele dann doch noch nicht kommen konnten? Ja was meint ihr denn, warum ich beim open-mic an die erinnere?
Wichtig finde ich nur, dass wir uns klar machen, dass niemand fehl am Platz war, das können wir uns einfach nicht leisten.
Denn öffentlich sich gegen Kindesmissbrauch auszusprechen, ist ja keine Sache einer Ideologie oder Meinung. Es ist eine verdammte Drecksarbeit, vor der sich leider noch viel zu viele ekeln. Bei der leider noch viel zu viele meinen sie würden sich irgendwie schmutzig machen. Wir können jede und jeden gebrauchen der mutig ist.
Das jeder von uns Fehler macht gehört dazu, macht seine Arbeit nicht schlecht.
„Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut,
weil er glaubt, nur wenig tun zu können.“ Dann möchte ich das mal hier erweitern, in: „Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut,
weil er glaubt, er würde Fehler machen.“
samuel - 21. Mai, 03:47
