Texte von Traumtaenzerin
er sagt:
du bist gefühlskalt, beziehungsunfähig...
du hast keine Lebensfreude...
wenn ich dich anschau...
dein Körper übersäht mit Narben...
dein trauriger Gesichtsausdruck...
deine leeren Augen...
deine zusammengepressten Lippen...
du bist nicht normal...
du bist gefühlskalt, beziehungsunfähig...
sie schweigt...
er geht wort- und grusslos.
sie sagt leise zu sich selber:
ja, vielleicht bin ich wirklich nicht normal...
aber ich bin nicht gefühlskalt...
ich weine oft, ich weine nur anders als ihr...
meine Tränen sind rot...
tief in mir drin ist ein brodelnder Vulkan...
ich bin gefangen in einer Welt aus Angst
Schmerz und Dunkelheit
ich liebe dich doch!
ja, vielleicht bin ich wirklich nicht normal...
Sie geht wort- und grusslos.
er schweigt...
... und legt Blumen auf ihr frisches Grab.
Hörst du den Wind?
Er flüstert ganz leise
Eine sanfte Weise
Voller Liebe, mein Kind
Spürst du das Meer?
Die Wellen, wie sie rauschen
So kraftvoll und so mächtig
Voller Hoffnung, mein Kind
Siehst du die Sonne?
Die vielen, bunten Streifen
Die sie an Himmel malt
Voller Leben, mein Kind
Hörst du die Melodie?
So leise und zart, so vergänglich
Und doch so unbeugsam stark
Voller Liebe, mein Kind
Spürst du die Wärme?
Von hellem Licht erhellt
Da bleibt nichts was uns trennt
Voller Hoffnung, mein Kind
Siehst du die Kerze?
Erst ein Funke, kaum zu sehen
Dann tausend bunte Flammen funkelnd
Voller Leben, mein Kind
Sitz hier vor dem PC und starr auf den Bildschirm,
Bin verbunden mit der ganzen Welt und mir, mir ist kalt...
Zeichen und Zeilen flimmern hektisch über den Monitor,
Hey, das sind Leute, die unterhalten sich und mir, mir ist kalt...
Gefühle reduziert auf Emoticons, Abkürzungen und Sternchentexte,
Weiss nicht was dazu beitragen, schau nur stumm zu, mir ist kalt...
Was hab ich hier verloren, gehör doch gar nicht in diese Welt,
Seh nicht den Sinn dabei und mir ist so schrecklich kalt...
*hdl* *lach* :-) *wein* :-(.... kalt, kälter, tot
Angst essen Seele auf
dunkel, schwarz, bitter
Schweissausbrüche
Panik - weg, bloss weg hier
Zittern, Verkrampfen
Keine Luft, stummer Schrei
Gefangen in der Dunkelheit
grenzenlose Angst
Kein entrinnen
Angst essen Seele auf
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Angst allein zu sein,
Angst die Hand auszustrecken,
Angst die Flügel auszubreiten,
Angst sich fallen zulassen,
Angst vor dem harten Aufprall,
Angst wieder zu vertrauen
Ja, mir geht's gut, danke der Nachfrage
Du willst, dass ich lache?
Kein Problem, ich erheitere dein Gemüt...
Du willst, dass ich freundlich bin?
Kein Problem, ich lächle sanft...
Du findest mich witzig? Schön
Du findest mich originell? Gut
Ich hab für jede Gelegenheit die passende Maske
Du willst etwas Zorn, ein bisschen Wut?
Kein Problem, kannst du haben...
Du willst Zärtlichkeit, Liebe?
Kein Problem, das geb ich dir...
Du willst Gefühl? Lässt sich richten
Ich lache für dich und ich weine für dich
Ich hab für fast jede Gelegenheit das passende Gesicht
Ach, du zweifelst? Du willst mehr?
Du willst Vertrauen, wahre Liebe?
Das kann ich dir nicht geben
Du willst Wärme, echtes Lachen
Das ist tief, tief in mir vergraben
Tränen gelangen nicht nach draussen
Lass mir meine Masken, ich brauche sie noch
Gefangen, aber auch geschützt hinter diesen Masken
Bin ich allein, hab ich Angst vor zuviel Nähe,
drück ich die Panik nieder...
je mehr ich daran denken muss
wird es für mich immer schlimmer
böse Träume Nacht für Nacht...
soviele Jahre her und doch nicht vorbei...
hach ja, mir geht's gut, danke der Nachfrage
Warum tust du das
Warum tust du mir weh
Warum tust du das
Ich hasse dich so sehr
Mein Leben hast du zerstört
Meine Unschuld mir gestohlen
Meine Träume, mein Selbstwertgefühl
Warum hast du mir alles genommen
Wer gab dir das Recht dazu
Warum tust du das
Warum tust du mir weh
Warum tust du das
Ich hasse dich so sehr
Du konntest mir weh tun
Du konntest mich verletzen
Aber tief in mir ist eine Kraft
Die konntest du nicht brechen
Die kann niemand kaputt machen
Warum tatest du das
Warum tatest du mir weh
Warum tatest du das
Ich möchte dich hassen
Aber ich hab nur noch Mitleid mit dir
Du kannst nicht die Dinge spüren
Du kannst nicht die Dinge fühlen
Du kannst nur zerstören
Deine Welt besteht aus Gewalt
Du tust mir unendlich leid